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Türschließer – Funktion, Arten und richtige Auswahl


Was macht einTürschließer

Ein Obentürschließer sorgt dafür, dass sich eine geöffnete Tür automatisch und kontrolliert wieder schließt. Er wird im oberen Bereich des Türblatts oder Türrahmens montiert und kommt sowohl im privaten als auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich zum Einsatz.

Obentürschließer werden beispielsweise an Haustüren, Eingangstüren, Innentüren sowie Brand- und Rauchschutztüren eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass eine Tür nach dem Öffnen nicht unbeabsichtigt offen stehen bleibt und zuverlässig wieder geschlossen wird.

Wie funktioniert ein Türschließer?

Beim Öffnen der Tür wird im Türschließer eine Feder gespannt. Sobald die Tür losgelassen wird, gibt die Feder die gespeicherte Kraft wieder ab und schließt die Tür. Eine hydraulische Dämpfung sorgt dafür, dass die Bewegung gleichmäßig und kontrolliert erfolgt und die Tür nicht einfach zufällt.

Je nach Modell können verschiedene Funktionen eingestellt werden. Dazu gehören die Schließgeschwindigkeit, der Endschlag für ein zuverlässiges Schließen sowie die Öffnungsdämpfung, die ein zu starkes Öffnen der Tür abbremsen kann.


Türschließer mit Gleitschiene

Bei einem Türschließer mit Gleitschiene wird der Hebel des Türschließers in einer schmalen Schiene geführt. Dadurch entsteht eine kompakte und dezente Bauweise ohne hervorstehendes Gestänge. Diese Ausführung eignet sich besonders für Türen, bei denen Wert auf eine schlichte und moderne Optik gelegt wird.

Je nach Modell können Schließkraft, Schließgeschwindigkeit und Endschlag individuell eingestellt werden. Weitere Funktionen wie eine Öffnungsdämpfung können ebenfalls vorhanden sein. Viele Modelle lassen sich sowohl an rechts als auch an links angeschlagenen Türen einsetzen.

» Zu den Türschließern mit Gleitschiene


Türschließer mit Gestänge

Bei einem Türschließer mit Gestänge wird die Bewegung der Tür über ein zweiteiliges Gestänge auf den Türschließer übertragen. Diese klassische Bauweise ist robust, zuverlässig und vielseitig einsetzbar und eignet sich für zahlreiche Türarten und Einsatzbereiche.

Je nach Modell können Schließkraft, Schließgeschwindigkeit und Endschlag individuell eingestellt werden. Auch zusätzliche Funktionen wie eine Öffnungsdämpfung sind bei entsprechenden Ausführungen möglich. Viele Gestängetürschließer können sowohl an rechts als auch an links angeschlagenen Türen verwendet werden.

» Zu den Türschließern mit Gestänge


Welcher Türschließer ist der richtige?

Bei der Auswahl eines Türschließers sind vor allem Türbreite, Türgewicht, Schließkraft und Montageart zu beachten. Die Schließkraft wird nach EN 1154 in die Größen EN 1 bis EN 7 eingeteilt und richtet sich insbesondere nach der Türflügelbreite. Auch Türgewicht, Einbausituation und äußere Einflüsse wie Wind können eine Rolle spielen.

Viele Türschließer verfügen über einen einstellbaren Schließkraftbereich, beispielsweise EN 2–6, und können dadurch an unterschiedliche Türen angepasst werden.

Schließkraft nach EN 1154

  1. EN 1 – Türflügelbreite: max. 750 mm; Gewicht der Prüftür: 20 kg
  2. EN 2 – Türflügelbreite: max. 850 mm; Gewicht der Prüftür: 40 kg
  3. EN 3 – Türflügelbreite: max. 950 mm; Gewicht der Prüftür: 60 kg
  4. EN 4 – Türflügelbreite: max. 1.100 mm; Gewicht der Prüftür: 80 kg
  5. EN 5 – Türflügelbreite: max. 1.250 mm; Gewicht der Prüftür: 100 kg
  6. EN 6 – Türflügelbreite: max. 1.400 mm; Gewicht der Prüftür: 120 kg
  7. EN 7 – Türflügelbreite: max. 1.600 mm; Gewicht der Prüftür: 160 kg

Bei der Montage wird zwischen Band- und Bandgegenseite unterschieden. Als Bandseite bezeichnet man die Seite, auf der die Türbänder bzw. Scharniere sichtbar sind. Die gegenüberliegende Seite wird als Bandgegenseite bezeichnet.

Zusätzlich gibt es die Normalmontage und Kopfmontage. Bei der Normalmontage wird der Türschließer auf dem Türblatt befestigt, bei der Kopfmontage am oberen Türrahmen. Welche Montagearten möglich sind, hängt vom jeweiligen Modell und der Einbausituation ab.